Weber entwickelt neues Messer für Kochschinken
Veröffentlicht am 07.03.2018

Weiche Produkte dünn schneiden

Neu entwickeltes Kochschinkenmesser bietet höhere Scheibenqualität und Prozesssicherheit

 

Keilförmige Schnitte, umgeklappte oder zerrissene Scheiben oder abgelöste Schwarten sind vier ganz typische Qualitätsprobleme bei der Verarbeitung von Kochschinken oder kritischen Brühwurstspezialitäten. 

Weber ist es mit der Entwicklung eines neuen Messers gelungen, genau diese Aspekte in den Griff zu bekommen. Die Herausforderungen bei der Portionierung vergleichsweise weicher Produkte sind nicht neu, bekommen aber durch aktuelle Konsumtrends zu immer dünneren Scheiben, veränderte gesetzliche Reglementierungen sowie Maßnahmen zu mehr Energieeffizienz einen ganz neuen Stellenwert. 

Weber, der Spezialist für Hochleistungsschneidtechnik, hat deshalb die Kreis- und Sichelmesser der Reihe Durablade Z72 entwickelt. Sie sind dafür konzipiert, vor allem weiche Fleischprodukte schneller und mit deutlich verbesserter Scheibenqualität zu schneiden.

 

Das Durablade-Z72-Messer schafft genau das. Es bringt eine weiterentwickelte Klingenverzahnung mit, die die Schnittqualität in einem solchen Maß verbessert, dass diese Innovation bei Weber den Stellenwert eines Meilensteins hat. Das Messer ist nicht die erste, innovative Messerentwicklung aus dem Hause Weber: 

Alle Kreis- und Sichelmesser  werden in unserer eigenen Messerfabrik in Groß Nemerow (Mecklenburg-Vorpommern) entwickelt, gefertigt und unter der Marke Durablade weltweit vermarktet.

Ein klarer Vorteil: Messer- und Slicer-Know-how kommen aus einer Hand und sind dadurch bestens aufeinander abgestimmt.

 

Das Messer steigert die Produktionsqualität – 2-fach Kochschinken nebeneinander

Im Kern der Entwicklungsarbeit für das Durablade-Z72-Messer stand die Optimierung der Verzahnung mit einer präzisen Anpassung für die gleichzeitige Verarbeitung von zwei Kochschinken in einer Slicer- Lösung.  

 

Ohne Druck durch das Produkt

Das Entwicklungsziel bestand darin, eine Messerlösung zu entwickeln, die im Zusammenspiel mit den Automatisierungsabläufen der Hochleistungsslicer beispielsweise das Ablösen der Schwarte vom Kochschinken auf unter 1% bringt. Abgelöste Schwarten sind bei diesem Produkt ein sicheres Zeichen für zu hohen Schneiddruck.

Daraus folgt, dass ein neues Messer deutlich sanfter in den Kochschinken eintauchen muss, um diesen Effekt verlässlich auszuschließen. 

Die Summe an Verbesserungen wirkt sich einerseits auf die generelle Schnittqualität aus und senkt andererseits auch den zeitlichen und personellen Aufwand für das Nacharbeiten an den Verkaufsportionen im Einlegebereich vor der Verpackung.

 

Weniger frosten, mehr Energie einsparen

Weber war schon immer führend darin, Produkte ohne kosten- und energieaufwändiges Anfrosten zu

schneiden und bekannt dafür auch kritischste Produkte dennoch verarbeiten zu können. Mit dem Durablade-Z72-Messer weitet sich dieses Potenzial nun auch auf Applikationen aus, die bisher nur durch Anfrosten zu schneiden und weiterzuverarbeiten waren. Die Chance, Produkte ohne aufwändige Zwischenschritte direkt zu schneiden, führt zu Einsparungen entlang der kompletten Herstellungskette. Hierzu zählen beispielsweise sinkende Investitionen für den Kauf von Gefrierlösungen samt anhängenden Betriebskosten und das Vorhalten von Platz in der Produktion. 

Die Grundlage für den Entwicklungserfolg bildet bei Weber die enge Verzahnung von Maschinen- und Messerentwicklung sowie die anschließend vollumfängliche Messerfertigung in einem Haus. Darüber hinaus stellt die Produktivität einer Slicer-Anlage immer die Summe aus der Maschine samt der Messertechnologie dar. 

 

Fazit

Mit den neu entwickelten Kreis- und Sichelmessern der Reihe Durablade Z72 hat Weber die ideale Lösung für die Verarbeitung von Kochschinken entwickelt. Die Eigenschaften bei der Schnittqualität führen hier zu qualitativ hochwertigeren Scheiben und insgesamt sicheren Produktionsabläufen bei Minimierung der zeitlich aufwändigen manuellen Eingriffe. Die neuen Messer haben ferner ein Potenzial, welches weit über die Verarbeitung von französischem Kochschinken hinausgeht.